Kunst gegen Dummheit am kommenden Montag

1502 WolkenWarum es uns wichtig ist, gegen den Rassismus und die Islamfeindlichkeit von MAGIDA und anderen auf die Straße zu gehen, wurde in den zahlreichen Reden auf den bereits fünf Kundgebungen schon deutlich genug gesagt.
Jetzt wird es Zeit für anderes.

 

Darum laden wir für den kommenden Montag, 16. Februar unter dem Motto „KUGEDU – Kunst gegen Dummheit und verbale Gewalt“ zu einer kulturellen Mahnwache ab 18.00 Uhr auf dem Alten Markt ein. Lesungen, Lyrik und leise Töne bringen uns zum Nachdenken und Innehalten und zeigen uns den Charme eines weltoffenen Magdeburgs.

Wir freuen uns, folgende Künstler begrüßen zu dürfen:

Dr. Wahid Nader/Issa Fayad (Gedichte und Musik)
Martin Rühmann (Lieder)
Michael Günther (Texte)
Götz Baerthold (Saxophon)

Im Anschluss wird es dann voraussichtlich ab 19.00 Uhr auf dem Alten Markt mit „MAGIDA wegbassen“ wieder lauteren Protest geben.

Für Montag, 23. Februar planen wir einen Gedenkweg durch die nördliche Innenstadt. Bitte achten Sie daher auf unsere aktuellen Ankündigungen zu Orten und Zeiten.

Zur Analyse von MAGIDA: 150129 Aus aktuellem Anlass – Nazis Hools und Frustbürger

Informationen zum Positionspapier von PEGIDA: 150130 Aus Aktuellem Anlass – Wahlverwandtschaft

„Wir servieren Zivilcourage“

Aufkleber "Wir servieren Zivilcourage"Neue Initiative von Gastronomen in Magdeburg

Zum Internationalen Tag des Friedens haben gestern zehn Magdeburger Gastronomen und Betreiber verschiedener Einrichtungen ihre Aktion “Wir servieren Zivilcourage” gestartet. Jedes Jahr im Januar engagieren sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Einzelpersonen gegen den alljährlichen Naziaufmarsch. “Wir servieren Zivilcourage” soll zeigen, dass allen Beteiligten dieses Engagement auch davor und danach wichtig ist. Zusammen sagen sie jeden Tag JA zum Miteinander von Menschen – egal welcher Hautfarbe, Religion und Herkunft.
Dafür wollen sie mit der Initiative Verantwortung übernehmen und ein sichtbares Zeichen setzen. Sie wollen zeigen, dass sie Intoleranz und Rassismus keinen Raum in ihren Lokalen, Clubs, Bars, Restaurants und Geschäften geben.
Teilnehmende Einrichtungen bekommen eine offizielle Plakette, mit der sie sichtbar machen können, dass Rassisten, Sexisten, Schwulenhasser und Nazis nicht bedient werden. Eine Liste der Beteiligten findet sich hier. Wer mitmachen will, kann sich an uns wenden.

Besuch von Guy Patin in Magdeburg

140717 mit Guy Patin am RathausSeit dem 6. Juni fährt der Franzose Guy Patin mit seinem Handbike 1.500 Kilometer von seinem Heimatort Avion in Nordfrankreich (Departement Pas-de-Calais) bis nach Sachsenhausen. Er erinnert damit an seinen Urgroßvater Alfred Leriche, der dort im KZ Sachsenhausen ermordet wurde, weil er 1941 am Bergarbeiterstreik gegen die deutsche Besatzung teilgenommen hatte. Außerdem möchte er mit seiner Reise auf das Erstarken rechtsextremer Parteien wie dem Front National in Frankreich aufmerksam machen.
Heute vormittag traf er sich mit Menschen des Bündnis gegen Rechts Magdeburg zu einem Austausch über das Engagement gegen Rechtsextremismus, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die Erinnerungskultur in Deutschland und Frankreich sowie über die Aktivitäten zur Gedenkkultur in Magdeburg.
Nach dem Gespräch ging es zu einem kurzen Weg durch die Stadt zur Gedenkstele für die deportierten Stadträte am Rathaus und den Stolperstein zur Erinnerung an Bürgermeister Herbert Goldschmidt.
Nachmittags machte sich Guy Patin auf den Weg zu seiner nächsten Station Burg. Seine Reise kann hier weiter verfolgt werden.
(Vielen Dank der unermüdlichen Übersetzerin)

20 Jahre „Himmelfahrtskrawalle“ – Einladung zur Mahnwache am 28. Mai ab 16.00 Uhr

1405 Breiter Weg„Was in Magdeburg am Himmelfahrtstag geschah, war ein Alptraum, für die Opfer und für das Land.“ (Die Zeit, 20.05.1994) So beschrieb ein Journalist eine Woche später die Ereignisse.
Am Himmelfahrtstag des Jahres 1994 (12. Mai) jagten 50-60 bewaffnete Neonazis stundenlang Migrant_innen durch die Magdeburger Innenstadt und prügelten auf sie ein.
Ein Polizeipräsident erklärte die Ereignisse im Nachgang als unglückliches Zusammentreffen von Sonne und Alkohol. Tatsächlich war es der schlimmste Ausbruch rassistischer Gewalt in Deutschland seit den Angriffen in Rostock-Lichtenhagen 1992.

In Erinnerung an die Ereignisse lädt das Bündnis gegen Rechts zu einer Mahnwache am Ort des damaligen Geschehens am Breiten Weg / Ecke Ernst-Reuter-Allee am Mittwoch, 28. Mai um 16.00 Uhr.

Seit Himmelfahrt 1994 hat sich auch in Magdeburg einiges verändert. Seit 1995 findet am Himmelfahrtstag ein Interkulturelles Begegnungsfest statt – dieses Jahr erstmalig am Familienhaus im Park.
Doch ist genug geschehen? Was ist noch zu tun, damit sich in Magdeburg alle Menschen angstfrei bewegen können und solch einem rassistischen Mob Einhalt geboten wird? Diese Fragen sollen bei einer Podiumsdiskussion am 28. Mai um 19.00 Uhr im Familienhaus diskutiert werden.