Wochen der Solidarität statt öffentliche Wochen gegen Rassismus

Eigentlich sollten am Montag die Internationalen Wochen gegen Rassismus beginnen. Zahlreiche Menschen und Gruppen haben Veranstaltungen geplant und vorbereitet. Wichtige Themen und Probleme sollten aufgezeigt und diskutiert werden.
Doch aufgrund der Corona-Pandemie müssen jetzt viele Veranstaltungen abgesagt werden. Die offene Gesellschaft zieht sich in die Häuser zurück, um Ansteckungen zu verhindern und Schwächere zu schützen. Aus Internationalen Wochen gegen Rassismus können so Wochen der Solidarität werden, in denen wir gut für uns und unsere Mitmenschen sorgen, auf Schwächere Rücksicht nehmen, uns über Medien und das Internet informieren, Solidarität üben und Kraft schöpfen für kommende Tage, wenn es wieder Zeit sein wird, auf die Straßen zu gehen.
Kommen Sie gut durch die Tage!

Aktuelle Informationen zur Lage
gibt es bei der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Land Sachsen-Anhalt und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (auch in unterschiedlichen Sprachen). Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Magdeburg ist über eine neue Hotline (Tel. 540-2000 montags bis freitags 9h00 bis 14h00) und per Mail (hotline.corona@ga.magdeburg.de) erreichbar.

(Das Bild wurde am Rande eines Mahnmals am Monte Sole in der italienischen Region Emilia-Romagna aufgenommen. In dem „Massaker von Marzabotto“ verübten Ende September / Anfang Oktober 1944 Einheiten der SS und der deutschen Wehrmacht Kriegsverbrechen an der Bevölkerung und töten 770 Zivilist*innen. Die dort ansässige „Scuola di Pace Monte Sole“, die sich in der historisch-politischen und Friedensbildungsarbeit engagiert, musste wie viele andere Einrichtungen ihre Arbeit vorübergehend einstellen.)

Tag der Zivilcourage am 19. September in Magdeburg

Aktion, Information, Musik und ein Courageautomat

 

Am 19. September beteiligt sich Magdeburg an dem bundesweiten Tag der Zivilcourage und wird das Thema Zivilcourage auf die Straßen bringen.

 

Zum Programm im einzelnen:

18. September
19.00 Uhr “Courage zeigen – Eine musikalische Lesung“. Sebastian Krumbiegel singt ein Benefizkonzert in der Feuerwache für die neue Synagoge in Magdeburg (Vorherige Kartenbestellung in der Feuerwache notwendig)

19. September
16.30 Uhr Bilderbuchkino “Der schaurige Schusch” in der Zentralbibliothek
Ab 17.00 Uhr Programm und Informationen im „schauwerk.“ (Kinderschminken und Präsentation von Vereinen und Verbänden). Kleine Aufgaben, die zu Mut im Alltag anregen, können aus einem Courageautomaten gezogen werden.
17.00 Uhr Podiumsgespräch “Zivilcourage on the road” mit Kriminalrat a.D. Lothar Schirmer, Christine Böckmann von „otto greift ein“, Sebastian Wolf, Bereichsleiter der MVB-Fahrschule im „schauwerk.“
Ab 18.00 Uhr Livemusik mit „Legal Action“ im „schauwerk.“
19.19 Uhr „Konzert zur Magdeburger Moderne und Jetztzeit… 1919-2019“ mit Musiker*innen des Konservatoriums im Konservatorium
(Der Kulturelle Auftakt am Breiten Weg / Ecke Ernst-Reuter-Allee entfällt!)

Vielen Dank den Aktiven und Kooperationspartnern:
Bundesnetzwerk Zivilcourage
Coworkingspace „schauwerk.“ des Instituts für Industrial Design der Hochschule Magdeburg-Stendal
DGB
Förderverein Neue Synagoge Magdeburg e.V.
Freiwilligenagentur Magdeburg
Hochschule Magdeburg-Stendal
Improtheater Taktlos
Internationaler Versöhnungsbund e.V. Regionalgruppe Magdeburg
Konservatorium Georg Philipp Telemann
Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg bei Miteinander e.V. („otto greift ein“)
PAKK e.V./ Feuerwache
Stadtbibliothek Magdeburg
Studierendenrat der Hochschule Magdeburg-Stendal
Theaterkiste Magdeburg

Neben Magdeburg wird es am Tag der Zivilcourage u.a. Aktivitäten geben in: Augsburg, Bad Aibling, Berlin, Bremen, Bielefeld, Buxtehude, Frankfurt/Main, Gießen, Heidelberg, Kaiserslautern, Köln, Mainz, Mannheim, München, Paderborn, Pirna, Stuttgart, Wuppertal sowie im Internet.
Das Bundesnetzwerk Zivilcourage ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Vereine, Institutionen, Stiftungen und Einzelpersonen, die sich für eine zivilcouragagierte Gesellschaft stark machen. Der bundesweite Tag der Zivilcourage wird koordiniert durch das Courage! Office von Fabian Salars Erbe e.V. aus Bensheim an der Bergstraße.

Die Aktivitäten in Magdeburg werden gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie in der Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Aktionswoche Weltoffenes Magdeburg im Januar

Es geschieht Neues in Magdeburg: Im Januar 2019 wird es vom 16. bis 22. Januar eine Aktionswoche „Weltoffenes Magdeburg“ geben, die von der neu gegründeten „Initiative Weltoffenes Magdeburg“ organisiert wird.
Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht. Wer das Grundverständnis der Initiative teilt, ist aufgerufen, die Aktionswoche mit eigenen Beiträgen, Aktionen, Veranstaltungen etc. mitzugestalten. (Nach unserer Einschätzung wird v.a. der 19. Januar vielfältige öffentliche Aktivitäten in der Stadt gebrauchen können.) Was geplant wird, findet sich auch in unserem Veranstaltungskalender, der laufend ergänzt wird.
Wer sich an der Aktionswoche beteiligen will, kann hier seine Veranstaltung anmelden. Nähere Informationen zur „Initiative Weltoffenes Magdeburg“ gibt es hier.

Die Identitären – „Neue Rechte“ in Bewegung?

Informationsveranstaltung von Bündnis gegen Rechts Magdeburg und Blockmd am 14. April um 11.00 Uhr im Moritzhof

Am 14. April findet in Magdeburg ein „staatspolitischer Kongress“ statt, veranstaltet vom „Institut für Staatspolitik“. Diese im Süden Sachsen-Anhalts ansässige Denkfabrik der Neuen Rechten in Deutschland agiert seit langem im Schnittpunkt zwischen der AfD, der Identitären Bewegung und dem Konzeptansatz, rechten Ideenwelten in der Gesellschaft in breitem Umfang Gehör zu verschaffen. Der in Magdeburg stattfindende Kongress präsentiert Referenten aus England und Deutschland, die sich mit der Zukunft des Landes aus rechter Sicht beschäftigen.
Wir nehmen dies zum Anlass, die Akteure mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Referent von Miteinander e.V. informiert über die Neue Rechte in Deutschland und das Wirken des Instituts für Staatspolitik. Und natürlich ist auch Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.

Kunst gegen Dummheit am kommenden Montag

1502 WolkenWarum es uns wichtig ist, gegen den Rassismus und die Islamfeindlichkeit von MAGIDA und anderen auf die Straße zu gehen, wurde in den zahlreichen Reden auf den bereits fünf Kundgebungen schon deutlich genug gesagt.
Jetzt wird es Zeit für anderes.

 

Darum laden wir für den kommenden Montag, 16. Februar unter dem Motto „KUGEDU – Kunst gegen Dummheit und verbale Gewalt“ zu einer kulturellen Mahnwache ab 18.00 Uhr auf dem Alten Markt ein. Lesungen, Lyrik und leise Töne bringen uns zum Nachdenken und Innehalten und zeigen uns den Charme eines weltoffenen Magdeburgs.

Wir freuen uns, folgende Künstler begrüßen zu dürfen:

Dr. Wahid Nader/Issa Fayad (Gedichte und Musik)
Martin Rühmann (Lieder)
Michael Günther (Texte)
Götz Baerthold (Saxophon)

Im Anschluss wird es dann voraussichtlich ab 19.00 Uhr auf dem Alten Markt mit „MAGIDA wegbassen“ wieder lauteren Protest geben.

Für Montag, 23. Februar planen wir einen Gedenkweg durch die nördliche Innenstadt. Bitte achten Sie daher auf unsere aktuellen Ankündigungen zu Orten und Zeiten.

Zur Analyse von MAGIDA: 150129 Aus aktuellem Anlass – Nazis Hools und Frustbürger

Informationen zum Positionspapier von PEGIDA: 150130 Aus Aktuellem Anlass – Wahlverwandtschaft