Einsteigen und einmischen!

Vorstellung einer neuen Straßenbahn mit anschließender Sonderfahrt für Zivilcourage anlässlich des bundesweiten Tags der Zivilcourage
18. September ab 9.30 Uhr an der Wendeschleife in der Hartstraße

Mechthild von Magdeburg, deren Figur den Fürstenwall prägt, rief im 13. Jahrhundert die Menschen zur Aufmerksamkeit für sich selbst und andere. So ist sie prädestiniert dazu, zu den diesjährigen Aktionen zum Tag der Zivilcourage in Magdeburg aufzurufen.

Denn Aufmerksamkeit ist notwendig, wenn Menschen diskriminiert, bedroht oder angegriffen werden. Dann braucht es andere, die sich zivilcouragiert einmischen. Darauf macht zukünftig eine neue Straßenbahn aufmerksam, die anlässlich des bundesweiten Tags der Zivilcourage vorgestellt wird.

Anschließend gibt es eine Sonderfahrt mit Gesprächspartner*innen zum Thema Zivilcourage, dem Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus sowie gegen Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor.

Zum Ablauf

  • Ab 9.30 Uhr Vorstellung der neuen Straßenbahn an der Wendeschleife in der Hartstraße
  • 10.15 – ca. 11.00 Uhr Sonderfahrt mit der Straßenbahn mit Gesprächspartner*innen

Dazu sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Zum Infektionsschutz bitten wir Teilnehmende um die Nutzung einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung und die Wahrung des Mindestabstandes. Für die Sonderfahrt gilt wie bei allen Fahrten im Öffentlichen Nahverkehr die Pflicht zum Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung.

Auf der von der Initiative „hingucken… denken… einmischen“ gestalteten Straßenbahn wird Mechthild von Magdeburg gemeinsam mit anderen Menschen und Orten aus Magdeburg für Vielfalt, Weltoffenheit und Demokratie werben. Im Regelverkehr der MVB wird sie beständig daran erinnern, wie notwendig unsere Aufmerksamkeit für unsere Mitmenschen ist und wie sehr Magdeburg von Einflüssen von außen geprägt ist, davon profitiert hat und weiterhin profitiert.

Beteiligte Akteur*innen

Der bundesweite Tag der Zivilcourage des Bundesnetzwerks Zivilcourage wird koordiniert durch das Courage! Office von Fabian Salars Erbe e.V.

Die Aktivitäten in Magdeburg werden gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie in der Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wir trauern um Andreas Herbst

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg trauert um Pfarrer Andreas Michael Herbst. Er war uns ein Freund, engagierter Mitstreiter und langjähriger Wegbegleiter im Engagement gegen Rechtsextremismus.
Andreas Herbst erhob schon seine Stimme gegen Rassismus und rechte Gewalt, als es noch wenige taten. Mit ihm wurde die Hoffnungsgemeinde zu einem Ort der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung; zu einem Ort der Hoffnung auf ein respektvolles Zusammenleben im Stadtteil, in Magdeburg und in der Welt.
Bis zuletzt lebte er diese Hoffnung. So wünschte er anstelle von Blumen und Kränzen eine Spende an das Tansania-Bildungsprojekt „Education ist the key of life“ für den Bau eines Kinderspielplatzes. Dort soll ein Baum mit seinem Namen an ihn erinnern. Wer spenden möchte, kann dies auf folgendes Konto tun: Kontoinhaber: Ev. Kirchenkreis Magdeburg / IBAN: DE69 3506 0190 1562 3080 20 / Verwendungszweck: RT4206 Tansania, Baum Herbst
(Das Foto zeigt Andreas Herbst bei einer Aktion des Bündnis gegen Rechts Magdeburg am 6. August 2005 in Magdeburg-Rothensee. Die NPD wollte mit einer Demonstration vor die dortige Unterkunft für Geflüchtete ziehen. Wir verhinderten dies u.a. mit einer Demonstration und einer Menschenkette.)

10 Punkte gegen Rassismus

Demokratiekonferenz stellt sich dem 10-Punkte-Aktionsplan der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus

 

Magdeburg ist Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR). Grund genug, den von der Städtekoalition entwickelten Aktionsplan anzuschauen und sich zu fragen: Wo steht Magdeburg? Wo besteht Handlungsbedarf? Was sollte in den nächsten Jahren erreicht werden? Diese Fragen sollen auf der nächsten Demokratiekonferenz diskutiert werden, die die Partnerschaft für Demokratie in Magdeburg organisiert.
Dieses Mal wird sie online als Videokonferenz stattfinden und zwar am Mittwoch, 10. Juni von 14.00 bis 16.30 Uhr. Eine vorherige Anmeldung per Email ist notwendig. Alle weiteren Informationen finden Sie hier: 200610 Einladung_Demokratiekonferenz 2020

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.

Wochen der Solidarität statt öffentliche Wochen gegen Rassismus

Eigentlich sollten am Montag die Internationalen Wochen gegen Rassismus beginnen. Zahlreiche Menschen und Gruppen haben Veranstaltungen geplant und vorbereitet. Wichtige Themen und Probleme sollten aufgezeigt und diskutiert werden.
Doch aufgrund der Corona-Pandemie müssen jetzt viele Veranstaltungen abgesagt werden. Die offene Gesellschaft zieht sich in die Häuser zurück, um Ansteckungen zu verhindern und Schwächere zu schützen. Aus Internationalen Wochen gegen Rassismus können so Wochen der Solidarität werden, in denen wir gut für uns und unsere Mitmenschen sorgen, auf Schwächere Rücksicht nehmen, uns über Medien und das Internet informieren, Solidarität üben und Kraft schöpfen für kommende Tage, wenn es wieder Zeit sein wird, auf die Straßen zu gehen.
Kommen Sie gut durch die Tage!

Aktuelle Informationen zur Lage
gibt es bei der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Land Sachsen-Anhalt und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (auch in unterschiedlichen Sprachen). Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Magdeburg ist über eine neue Hotline (Tel. 540-2000 montags bis freitags 9h00 bis 14h00) und per Mail (hotline.corona@ga.magdeburg.de) erreichbar.

(Das Bild wurde am Rande eines Mahnmals am Monte Sole in der italienischen Region Emilia-Romagna aufgenommen. In dem „Massaker von Marzabotto“ verübten Ende September / Anfang Oktober 1944 Einheiten der SS und der deutschen Wehrmacht Kriegsverbrechen an der Bevölkerung und töten 770 Zivilist*innen. Die dort ansässige „Scuola di Pace Monte Sole“, die sich in der historisch-politischen und Friedensbildungsarbeit engagiert, musste wie viele andere Einrichtungen ihre Arbeit vorübergehend einstellen.)

Tag der Zivilcourage am 19. September in Magdeburg

Aktion, Information, Musik und ein Courageautomat

 

Am 19. September beteiligt sich Magdeburg an dem bundesweiten Tag der Zivilcourage und wird das Thema Zivilcourage auf die Straßen bringen.

 

Zum Programm im einzelnen:

18. September
19.00 Uhr “Courage zeigen – Eine musikalische Lesung“. Sebastian Krumbiegel singt ein Benefizkonzert in der Feuerwache für die neue Synagoge in Magdeburg (Vorherige Kartenbestellung in der Feuerwache notwendig)

19. September
16.30 Uhr Bilderbuchkino “Der schaurige Schusch” in der Zentralbibliothek
Ab 17.00 Uhr Programm und Informationen im „schauwerk.“ (Kinderschminken und Präsentation von Vereinen und Verbänden). Kleine Aufgaben, die zu Mut im Alltag anregen, können aus einem Courageautomaten gezogen werden.
17.00 Uhr Podiumsgespräch “Zivilcourage on the road” mit Kriminalrat a.D. Lothar Schirmer, Christine Böckmann von „otto greift ein“, Sebastian Wolf, Bereichsleiter der MVB-Fahrschule im „schauwerk.“
Ab 18.00 Uhr Livemusik mit „Legal Action“ im „schauwerk.“
19.19 Uhr „Konzert zur Magdeburger Moderne und Jetztzeit… 1919-2019“ mit Musiker*innen des Konservatoriums im Konservatorium
(Der Kulturelle Auftakt am Breiten Weg / Ecke Ernst-Reuter-Allee entfällt!)

Vielen Dank den Aktiven und Kooperationspartnern:
Bundesnetzwerk Zivilcourage
Coworkingspace „schauwerk.“ des Instituts für Industrial Design der Hochschule Magdeburg-Stendal
DGB
Förderverein Neue Synagoge Magdeburg e.V.
Freiwilligenagentur Magdeburg
Hochschule Magdeburg-Stendal
Improtheater Taktlos
Internationaler Versöhnungsbund e.V. Regionalgruppe Magdeburg
Konservatorium Georg Philipp Telemann
Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg bei Miteinander e.V. („otto greift ein“)
PAKK e.V./ Feuerwache
Stadtbibliothek Magdeburg
Studierendenrat der Hochschule Magdeburg-Stendal
Theaterkiste Magdeburg

Neben Magdeburg wird es am Tag der Zivilcourage u.a. Aktivitäten geben in: Augsburg, Bad Aibling, Berlin, Bremen, Bielefeld, Buxtehude, Frankfurt/Main, Gießen, Heidelberg, Kaiserslautern, Köln, Mainz, Mannheim, München, Paderborn, Pirna, Stuttgart, Wuppertal sowie im Internet.
Das Bundesnetzwerk Zivilcourage ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Vereine, Institutionen, Stiftungen und Einzelpersonen, die sich für eine zivilcouragagierte Gesellschaft stark machen. Der bundesweite Tag der Zivilcourage wird koordiniert durch das Courage! Office von Fabian Salars Erbe e.V. aus Bensheim an der Bergstraße.

Die Aktivitäten in Magdeburg werden gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie in der Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.