No Pasaran!

1610-no-pasaran-grafikIm Sommer 2016 jährt sich zum 80. Mal der Beginn des Bürgerkrieges in Spanien, der für viele die Internationalisierung des Faschismus und die drohende Gefahr der Unterdrückung demokratischer Kultur in vielen Ländern Europas signalisierte.
Am Kampf gegen Franco beteiligten sich viele Widerstandskämpfer_innen aus den verschiedensten Regionen der Welt, sei es als aktive Widerstandskämpfer_innen in den Internationalen oder den Jüdischen Brigaden, oder als Berichterstatter für die verschiedensten Medien. Ein Projekt nimmt den Jahrestag zum Anlass, auf die Magdeburger und sachsen-anhaltische Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg hinzuweisen: allen voran auf Erich Weinert, aber auch auf andere Spanienkämpfer wie Lore Krüger, Walter Krenzke oder Gerhard Steinig. Auch die andere Seite im Bürgerkrieg soll zu Worte kommen. Eine Ausstellung mit Porträts von Spanienkämpfer_innen ergänzt das Projekt.

Programm mit allen Veranstaltungen: 1610-no-pasaran

Ein Projekt des Literaturhauses Magdeburg e.V. gemeinsam mit zahlreichen Partnern in der Stadt im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie in der Landeshauptstadt Magdeburg, gefördert durch die Landeshauptstadt Magdeburg und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Advertisements

Internationale Wochen gegen Rassismus

160225 MD Wochen gg Rassismus TitelbildMagdeburg beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vom 3. März bis 7. April 2016 laden unter dem Motto “100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus” u.a. Theateraufführungen, Diskussionen, Lesungen, Workshops und Filmabende dazu ein, sich mit verschiedenen rassistischen Erscheinungsformen in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Gemeint sei hiermit Rassismus in Folge von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, der weder rein historisch noch ausschließlich am „rechten Rand“ guten Nährboden findet.
Dem Beteiligungsaufruf von Miteinander e.V. und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. folgten zahlreiche Organisationen und Einrichtungen in der Stadt. Großen Dank allen Mitwirkenden! Herzliches Willkommen allen Interessierten!
Das Programm finden Sie online hier, in unserem Veranstaltungskalender und hier zum Download: 1603 IWgR16_Flyer.
Bundesweit koordiniert der Interkulturelle Rat in Deutschland diese Aktionswochen und hält auf der Kampagnenwebseite bundesweite Termine sowie Informations- und Kampagnenmaterial bereit.
Die Beteiligung Magdeburgs ist auch ein sichtbarer Beitrag zur Mitgliedschaft der Landeshauptstadt in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR).

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.

„Eine Stadt für alle“: Programm am 16. Januar 2016

160116 Facebook_Post
„Magdeburg ist kein Ort für Nazis und kein Ort für rassistische Hetze!
Magdeburg ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder anderer Merkmale verschieden sein können und friedlich zusammenleben.“

Wenn Sie diesen Anspruch heute auf die Straßen und zu den Menschen in Magdeburg tragen wollen, können Sie dies gemeinsam mit uns an folgenden Orten tun:

  • ab 9.00 Uhr politikorange-Workshop und Dokumentation des Tages (Nähere Infos und Anmeldung hier)
  • 9.30-20.00 Uhr Ausstellung der Freien Waldorfschule zum Thema Demokratie im Allee-Center
  • 10.00-20.00 Uhr Meilenstein des Studierendenrates am Universitätsplatz
  • 10.00-22.00 Uhr Mahnwache “Kein Platz für Rassismus!” von SJD-Die Falken am Bahnhof Buckau
  • 10.30 Uhr Gedenken auf dem Westfriedhof
  • ab 11.00 Uhr Meilenstein der SPD Ostelbien am Bahnhof Herrenkrug
  • 11.30-18.00 Uhr Meilenstein und Wärmestube der DGB Jugend am Gewerkschaftshaus

12.00 Uhr Auftaktkundgebung auf der Bühne am Alten Markt

Ab 12.00 Uhr

  • 13.00-18.00 Uhr “Alternative Form des Umgangs mit Gewalt” im Rahmen eines Aikimotion-Lehrgangs beim Fermersleber Sportverein e.V., Alt Fermersleben 1: 160116 FSV_Aikido (Die Teilnahme am Samstag im Rahmen des Meilensteins ist kostenlos.)
  • 13.30-14.00 Uhr Aktion der Freien Waldorfschule am Brunnen im Allee Center
  • 14.00 Uhr Gedenkzeit für die Opfer rechter Gewalt in St. Sebastian: 161216 Gedenkzeit
  • 14.30-16.00 Uhr “Unerwünscht – vertrieben – emigriert” Meilenstein am und im Alten Rathaus zu Schicksalen von Stadträten und Kommunalpolitiker_innen (AK Erinnerungskultur des Bündnis gegen Rechts und AG Rathaus ohne Nazis). Treffpunkt: Stele am Seiteneingang: 160116 Unerwünscht vertrieben emigriert
  • 15.00 Uhr “Tanzend aufmerksame Schritte wagen” in St. Sebastian: 161216 Gedenkzeit
  • 15.30-16.30 Uhr “Vielfalt erleben – Vielfalt tanzen” Biodanza im Tanzstudio “Well in time”, Keplerstraße 9
  • 15.45 Uhr Lichtaktion von Schüler_innen vor der Bühne am Alten Markt
  • 16.30 Uhr Abschlussandacht auf der Kirchenbühne am Hundertwasserhaus

Abends

  • 18.00 Uhr “Eine Stadt für alle” Sondersendung  auf dem Offenen Kanal Magdeburg
    (Wiederholung um 22.00 Uhr)
  • 20.00 Uhr Gedenkkonzerte im Forum Gestaltung, in der Konzerthalle “Georg Philipp Telemann” und im Opernhaus
  • 21.00 Uhr Friedensgebet im Dom
  • 21.15 Uhr “Flashmob der Vielfalt” vom Bürger Ensemble Magdeburg vor dem Opernhaus

Änderungen vorbehalten!

Aktuelle Infos vom Bündnis gegen Rechts:
Facebook: /BgRMagdeburg
Twitter: /BgRMagdeburg

Meile der Demokratie auf Facebook und Twitter
#blockmd auf Facebook und Twitter

Wichtige Infos und Telefonnummern:
MVB: Infos zu Änderungen über die Service-Hotline (10.00-17.00 Uhr): 0800 – 548 12 45 und den Störungsmelder
Hotline der Bundespolizei für Bahnreisende: 0800 – 6 88 80 00

“Magdeburg im Januar: Die jährlichen Proteste gegen den “Trauermarsch” der Neonazis”: Broschüre gemeinsam mit Miteinander e.V., 2. korrigierte Aufl. 2016

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.

„Geschichte entfesselt“

150717 Geschichte entfesseltEin Wochenende zur Geschichte im ehemaligen Gefängnis

Das Wochenende vom 17. bis 19. Juli steht beim Sinnlichkeits-Festival des Kulturanker e.V. in der ehemaligen JVA ganz im Zeichen der Geschichte:

Denn der Ort der „Sinnlichkeit“ hat nicht nur eine Gegenwart, sondern auch eine Vergangenheit: Viele individuelle Schicksale haben sich in den alten Mauern abgespielt, seit der Kaiserzeit, dem revolutionären Umbruch nach 1918, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der sowjetischen Militärgerichtsbarkeit und schließlich in der DDR und der Zeit nach der friedlichen Revolution. Man kann durch die vielen Gänge gehen und etwas von der Geschichte spüren, wenn man sich auf Spurensuche begibt: Die Zellentüren in einigen Gängen haben Klappen, in denen Fotos und Texte über einzelne politische Häftlinge angebracht wurden. Am Freitag, 17. Juli wird um 18.00 Uhr diese „Spurensuche“ mit einem historischen Rundgang unter fachlicher Anleitung eröffnet, anschließend können Sie selbst die insg. 18 Beispiele von politischen Häftlingen entdecken.

An Wochenende vom 17.-19. Juli gibt es in der „Sinnlichkeit“ zudem Vorträge und Ausstellungen zur Justiz im Nationalsozialismus und zu Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg, aber auch zur Instrumentalisierung von Muslimen und Hindus durch die deutsche Führung im I. und II. Weltkrieg und den sog. „Beutetürken“ in Magdeburg. Lesungen, Historische Rundgänge durch die JVA und Konzerte runden das Programm ab.

Programmheft mit allen Veranstaltungen und Infos: 150717 Geschichtswochenende SINNLICHKEIT

Veranstaltungsreicher Herbst

Logo Demokratie braucht StimmeZwar enden heute die Interkulturellen Wochen. Doch nächste Woche beginnt eine Vorlesungsreihe zu „70 Jahre Trauermarsch-Kultur“ über Neonazistrukturen und Gegenproteste in Magdeburg. Und in zwei Wochen beginnen die „Tage der jüdischen Kultur und Geschichte“. Dazu sind die Ausstellungen über Kirche und Nationalsozialismus noch zu besichtigen, die nächsten Stolpersteine werden verlegt, eine Lesung über das Attentat auf das Münchner Oktoberfest…
Zahlreiche Veranstaltungen bieten derzeit Gelegenheiten zur Information und Diskussion. Alle, die Menschenwürde und Demokratie achten, sind herzlich eingeladen. Alle Infos finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite, die kontinuierlich aktualisiert wird.