Solidarisch raus aus der Pandemie

Magdeburger Bündnisse rufen zu einer Kundgebung am 17. Januar auf

Zusammen mit dem Bündnis Solidarisches Magdeburg und der Initiative Weltoffenes Magdeburg rufen wir zu einer Kundgebung am 17. Januar 2022 um 17 Uhr auf dem Alten Markt auf. Wir wollen jener breiten gesellschaftlichen Mehrheit eine Stimme geben, die für Solidarität und Vernunft in Zeiten der Pandemie steht. Unter anderem werden Olympiasiegerin und Weltmeisterin Antje Buschulte, Domprediger i.R. Giselher Quast, Mediziner Dr. Jan Hülsemann und Kabarettist Lars Johansen auf der Kundgebung sprechen.

Wir reagieren damit auf die seit Wochen stattfindenden „Corona-Proteste“. Unter ihren Organisator*innen und Teilnehmenden finden sich Akteure der extremen Rechten, Reichsbürger*innen“ und radikale Impfgegner*innen. Sie verharmlosen die Pandemie, verbreiten antisemitische Verschwörungserzählungen und missachten sämtliche Auflagen zum Gesundheitsschutz. Die große Mehrheit der Bevölkerung jedoch befürwortet die Schutzmaßnahmen und verhältnismäßigen Auflagen für das öffentliche Leben, um zeitnah aus der Pandemie herauszukommen. Während sich täglich Zehntausende Menschen impfen lassen, wurde bisher von Politik und Medien einer lautstarken Gruppe von radikalen Impfgegner*innen eine hohe Aufmerksamkeit beigemessen. Dem wollen wir Stimmen der Vernunft entgegensetzen.

Die Kundgebung findet unter Beachtung der gültigen Hygienevorschriften statt. Die Teilnehmenden werden gebeten, sich vorab zu testen, auf ausreichend Abstand zu achten und einen Mundschutz zu tragen.

Die Veranstaltung ist Teil der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“.

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Gemeinsam und solidarisch durch die Pandemie

Magdeburger Bündnisse protestieren gegen die rechtsextrem dominierten „Corona-Proteste“

„Mit Sorge beobachten wir die zunehmenden Versammlungen und Demonstrationen in Magdeburg, die dicht gedrängt und ohne Masken abgehalten werden. Die Organisator*innen der Corona-Proteste nutzen die Pandemie […] um Unruhe zu stiften, ihre demokratiegefährdenden Ansichten zu verbreiten und die Gesellschaft zu spalten.“, heißt es in einem Offenen Brief, den das Bündnis Solidarisches Magdeburg, das Bündnis gegen Rechts und die Initiative Weltoffenes Magdeburg am Montag veröffentlicht haben. Die drei Bündnisse appellieren an die Magdeburgerinnen und Magdeburger, sich gemeinsam gegen die rechtsextrem dominierten Proteste zu stellen und stattdessen für ein solidarisches Miteinander in der Pandemie einzustehen.

Gemeinsam rufen die drei Bündnisse dazu auf, den offenen Brief zu unterzeichnen. Ziel der Initiative ist es, mit den Unterschriften die Gegenstimmen zu den „Corona-Protesten“ hörbar zu machen.

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„Corona-Proteste“ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Motor der Radikalisierung

Die Träger und Projekte der Mobilen Beratung aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Kulturbüro Sachsen e.V., Miteinander e.V. und MOBIT) haben heute eine gemeinsame Einschätzung zu dem Protestgeschehen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erleben derzeit eine wachsende Protestmobilisierung im Zeichen der Corona-Krise und entwickeln sich zum Motor einer bundesweiten Radikalisierung der Pandemie-Leugner*innen-Szene. Die Demonstrationen stellen eine große Herausforderung für zivilgesellschaftliche Akteur*innen dar, die sich vor Ort für eine demokratische Kultur engagieren.

Tag der Erinnerung am 11. Juni

Tag der Erinnerung an Alberto Adriano und alle Opfer rechter Gewalt am 11. Juni 2021 – in Magdeburg um 9.00 Uhr am Torsten-Lamprecht-Weg, an der Endhaltestelle „Klinikum Olvenstedt“ und im Hektorweg

Am 11. Juni 2000 wird Alberto Adriano im Dessauer Stadtpark bei einem rassistischen Angriff von drei neonazistischen Skinheads tödlich verletzt. Er stirbt nach drei Tagen im Koma am 14. Juni an seinen schweren Kopfverletzungen.

Aus diesem Anlass beteiligen wir uns als Bündnis gegen Rechts gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. und Miteinander e.V. an einer landesweiten Aktion und gedenken auch in Magdeburg der anderen Todesopfer rechter Gewalt an den jweiligen Tat- und Gedenkorten.

Wir werden daher an den Gedenkorten am Torsten-Lamprecht-Weg, an der Endhaltestelle „Klinikum Olvenstedt“ und im Hektorweg am Freitag, 11. Juni um 9.00 Uhr Blumen niederlegen und Torsten Lamprecht (1992), Frank Böttcher (1997) und Rick Langenstein (2008) gedenken. Wir laden ein, unter Beachtung der Hygieneregeln dazuzukommen oder zu einer individuellen Zeit zu gedenken.