Gemeinsam für ein weltoffenes Magdeburg

Ankündigungsplakat: Ein Stadt für alle. Aktionswoche 16. bis 27. Januar 2023

Am Montag wurde mit dem beeindruckenden Singen auf dem Altern Markt die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ eröffnet. Bis zum 27. Januar gibt es wieder viele spannenden Veranstaltungen und Aktionen. Wir freuen uns dabei zu sein. Wie auch in den Vorjahren gibt es eine Vielzahl spannender Veranstaltungen zu entdecken.

Angesichts der angekündigten Nenanzi-Kundgebung am Samstag (21.01.) legen wir euch/Ihnen die vielfältigen Aktivitäten im Stadtgebiet ans Herz: Hier gibt es Gelegenheit, Gesicht zu zeigen für ein weltoffenes Magdeburg und den öffentlichen Raum zu besetzen – vor allem im Rahmen zahlreicher Mahnwachen. Eine Übersicht zu ihnen bietet das Bündnis Solidarisches Magdeburg.

Von besonderer Bedeutung sind am Samstag die Mahnwachen ab 14.30 Uhr an der Synagoge (Gröper Straße/Neustädter Bahnhof) und ab 15 Uhr auf dem Nicolaiplatz. Hinweisen möchten wir zudem auf den Ökumenischen Friedensweg ab 15 Uhr mit Startpunkt an der Kirche St. Petri sowie auf den Aktionstag der Schulen ohne Rassismus auf dem Altern Markt.

Gedenkjahr Magdeburg 2023

An diesem Wochenende finden außerdem unsere ersten Aktivitäten im Rahmen des Gedenkjahrs Magdeburg 2023 statt: Zusammen mit der Stadtbibliothek und Miteinander e.V. und unter Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Regina-Dolores Stieler-Hinz erninnen wir an den 90. Jahrestag der nationalsozialistischen Machtergreifung und die Zerstörung der städtischen Demokratie. Zu den Hintergründen haben wir unsere Gedenkhomepage aktualisiert und werden diese fortlaufend ergänzen.

Gemeinsam mit weiteren Partner*innen gibt es Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Geschichte:

Am Freitag, den 20.01., ab 14 Uhr thematisiert ein Stadtrundgang der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg in Kooperation mit dem Miteinander e.V. die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die Folgen ihrer Terrorherrschaft. Die präsentierten Orte lenken den Blick auf die Opfer, aber auch auf Täter und Zuschauer in Magdeburg. Zugleich wird der Wandel in der lokalen Erinnerungskultur beleuchtet. Start ist am Hauptbahnhof (Details: siehe Programm der Aktionswoche).

Am Samstag, den 21.01., um 10.15 Uhr lädt die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit den Magdeburger Verkehrsbetrieben und Miteinander e.V. zu einer Bildungsreise der besonderen Art ein: Mit der „Hingucken, Denken und Einmischen“-Straßenbahn fahren interessierte Magdeburger*innen eineinhalb Stunden durch Magdeburg – vorbei an Orten, die in der Geschichte der Stadt für Vertreibung, Verfolgung, Zerstörung und Tatorte des Nationalsozialismus stehen – aber auch für Widerstand, Aufbau und Visionen. Außerdem geht es um aktuelle erinnerungspolitische Fragen und die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus (Details: siehe Programm der Aktionswoche).

Am Mittwoch, den 25.01., ab 14 Uhr begeben sich die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und Miteinander e.V. auf einen Spaziergang vom Domplatz über Hegel- und Harnackstraße zum Steubenpark auf historische Spurensuche. Thematisiert werden Erinnerungs- und Gedenkorte im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus. Den internationalen Akteur*innen des einewelt hauses und den jüngeren Generationen, aber auch alle anderen Interessierten, sollen damit neue Einblicke in die Geschichte Magdeburgs geboten werden (Details: siehe Programm der Aktionswoche).

Und wir nutzen auch den Ökumenischen Friedensweg, um an die Folgen von Terrorherrschaft und Krieg in Magdeburg zu erinnern (Details: siehe Programm der Aktionswoche).

Offizieller Auftakt des Gedenkjahrs wird der 30. Januar sein. In Kooperation mit dem Theater Magdeburg (angefragt) erinnern Miteinander e.V., das Bündnis gegen Rechts Magdeburg und die Stadtbibliothek Magdeburg an das Jahr der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ und seine mörderischen Folgen. Die öffentliche Lesung beginnt um 16 Uhr vor dem Hauptbahnhof und steht unter dem Motto „Der Taten erinnern, der Opfer gedenken“.

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