Die Würde des Menschen ist unantastbar!

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Kundgebung für ein weltoffenes Sachsen-Anhalt
Mittwoch, 14. Oktober 18.30 Uhr auf dem Domplatz

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der großartige erste Satz des Grundgesetzes ist nicht nur an dieser Stelle weltweit einmalig, sondern vielmehr eine Garantie und eine Forderung an Staat und Bürger gleichermaßen. Gespeist aus der Unmenschlichkeit der nationalsozialistischen Diktatur stellt er die Achtung und den Schutz der Menschenwürde als oberstes Leitmotiv der Verfassung heraus. Der Satz ist die Basis für eine Gesellschaft, in der jeder Person das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit zukommt, in der Vielfalt und Individualität respektiert und zelebriert werden, in der alle Menschen in körperlicher Unversehrtheit leben können.

Am Mittwoch gilt es, diesem Grundsatz und dessen Forderung Ausdruck zu verleihen. Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender in Thüringen, wird in Magdeburg die Proteste entfachen wollen, mit denen er in Erfurt Tausende auf die Straße bringt. Zusammen mit lokalen AfD-Kadern will er seine völkische, nationale Ideologie propagieren. Eine Ideologie, die ein Klima der Ausgrenzung, der Diskriminierung und der Angst unter all denen erzeugen soll, die nicht in dieses Weltbild passen oder passen wollen. Ein Klima, in dessen Folge die Gewalt gegenüber Andersdenkenden, Migrant_innen und Bürger_innen nicht nur toleriert, sondern befördert wird. Eine Ideologie, die den Schutz der Menschenwürde und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nur ihrer eigenen, egozentrischen Gruppe zuspricht.
Höcke und seine AfD berufen sich dabei immer wieder auf die Parole des Jahres 1989, „Wir sind das Volk“. Sie versuchen die demokratische Zäsur der Republik, die den Bürger_innen der ehemaligen DDR Rechtsstaat und den Schutz der Menschenwürde gebracht hat, für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dabei stehen gerade ihre menschenverachtenden Grundsätze für eine Gesellschaft, die jenem Autoritarismus gleicht, der 1989 zu Fall gebracht wurde.

Deswegen ist es uns wichtig am Mittwoch, den 14. Oktober 2015 vor den Landtag zu gehen. Wir wollen ein klares, persönliches und starkes Zeichen setzen, für die Wahrung und Achtung des Grundgesetzes. Wir verstehen den besonderen Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ vor allem auch als Aufforderung an uns, für den Schutz der Menschen einzutreten, die in Folge von Kriegen, Terror und bitterster Armut zur Flucht gezwungen sind. So, wie das Recht auf Asyl keine Grenzen kennt, so ist die Würde des Menschen unantastbar.

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