Gedenkweg und Kundgebung

Die letzte Etappe: Ein Aktionstag im Gedenken an die Opfer von Todesmarsch und Massaker im Stadion „Neue Welt“ | MONTAG, 13. APRIL | 12.00-17.00 UHR

Für ein weltoffenes Magdeburg – Gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit | 18.30 UHR | ALTER MARKT

Neue WeltVor 70 Jahren wurde das KZ-Außenlager Polte-Magdeburg aufgelöst. Etwa 3.500 Häftlinge mussten sich auf einen Todesmarsch Richtung Osten begeben. Mindestens 42 von ihnen starben bei einem Massaker von SS, Volkssturm und Hitlerjugend im Stadion „Neue Welt“. Hunderte überlebten die Evakuierung nicht. Das Bündnis gegen Rechts nimmt den Jahrestag am 13. April zum Anlass für einen Gedenkweg. Beginn ist 12.00 am „Ehrenhain für die Opfer des Faschismus“ auf dem Westfriedhof.

Mit einem Gedenkweg erinnert das Bündnis gegen Rechts Magdeburg an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Polte-Magdeburg und die Opfer des Massakers im Stadion „Neue Welt“. Mit Kundgebungen, Kranzniederlegungen und Lesungen wird der Ereignisse vor 70 Jahren gedacht. Der Tag versteht sich zugleich als Auseinandersetzung mit dem Rassismus der MAGIDA-Demonstrationen. An den Aktionen beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule LebenLernen, der Freien Ganztagsschule Neinstedt, der Schule des 2. Bildungswegs und der IGS Regine Hildebrandt.

Der Gedenkweg beginnt 12 Uhr mit einer Kranzniederlegung am „Ehrenhain für die Opfer des Faschismus“ auf dem Westfriedhof und findet seine Fortsetzung um 13.30 Uhr am Mahnmal für das KZ bei den Polte-Werken in der Liebknechtstraße. Um 14.30 Uhr wird im „Neverending“ (Breiter Weg 17) an Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg erinnert. Um 15.10 Uhr wird mit Texten an der Ecke Brückstraße/Herrenkrugstraße und um 15.45 Uhr an der Ecke Berliner Chaussee/Jerichower Straße die Bedeutung der Menschenrechte hervorgehoben. Die Aktion findet ihren Abschluss mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Opfer des Massakers im Stadion „Neue Welt“ (Berliner Chaussee).

Proteste gegen MAGIDA

Das Gedenken an die Opfer der NS-Verbechen, aber auch die Erinnerung an die Täter_innen, Mitläufer_innen und Zuschauer_innen vor Ort muss eine Bedeutung für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft haben. Ohne kritische Fragen an die Geschichte und die Diskussion über die Konsequenzen für heute verkommt das Gedenken zum leeren Ritual. Daher verbindet das BgR Magdeburg den Gedenkweg mit der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenverachtung in der Gegenwart. Wir rufen ein weiters Mal zu Protesten gegen die islamfeindlichen MAGIDA-Demonstrationen auf und laden ein zu einer Kundgebung für eine weltoffenes Magdeburg – Gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit. Beginn ist 18.30 Uhr auf dem Alten Markt. Dort gibt es dann u.a. auch Gelegenheit, sich über die Themen des Gedenkweges zu informieren.

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