Für ein weltoffenes Magdeburg

150323 NoMAGIDA MAGIDA ruft für Montag, den 23.03., zu einem Fackelmarsch und einer anschließenden Demonstration durch die Innenstadt auf. Ein solcher Marsch ist in mehrfacher Hinsicht problematisch: Er vermag wegen seines Eventcharakters mehr Teilnehmende zu mobilisieren als ein Spaziergang ohne Fackeln. Er erregt im Innenstadtbereich mehr öffentliche Aufmerksamkeit als auf der Jakobstraße. Und er knüpft in seiner Ästhetik an die Aufmärsche von SA und SS im Nationalsozialismus an. Zugleich reproduzieren Fackelträger und menschenverachtende Reden auf dem Alten Rathaus die Bilder nationalsozialistischer Massenkundgebungen, wie sie u.a. im März 1933 auf dem Altem Markt stattfanden. So demonstrierten am 4. März 1933 4.000 Angehörige von SA, SS und Stahlhelm mit einem Fackelmarsch durch die Innenstadt ihre Macht auf der Straße. Und sm 21. März marschieren abermals 6.000 von ihnen mit Fackeln zum Alten Markt und stürmen das Alte Rathaus. Ob Zufall oder nicht: 82 Jahre später greift MAGIDA mit einem Fackelmarsch diese Ästhetik auf. MAGIDA will ihre Stärke demonstrieren und wie damals die Nationalsozialisten verdeutlichen, wer ihrer Ansicht Feind der Gemeinschaft ist und ausgeschlossen gehört.

Dem wollen wir gemeinsam mit anderen Akteuren etwas entgegensetzen. Gemeinsam mit #blockmd rufen wir ab 19 Uhr zu einer Kundgebung vor der ehemaligen Staatsbank der DDR (Lothar-Kreyssig-Straße) auf. Wir wollen Gesicht zeigen „Für eine weltoffenes Magdeburg – Gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit“. Die Kundgebung soll zudem Ausgangspunkt für einen bunten und lauten Protest in Sicht- und Hörweite des Fackelmarschs von MAGIDA werden.

Informationen zu weiteren Protestkundgebungen und Updates finden sich unter #NoMAGIDA und auf unserer Facebookseite.

(Foto: NoMAGIDA)

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