Die Opfer rechter Gewalt haben einen Namen, eine Geschichte, eine Würde, ein Gesicht

140816 Gedenken Rick LGedenken an Rick Langenstein

Vor sechs Jahren … nahm die Nacht für Rick ein tödliches Ende – so brutal und abrupt, dass es einem fast die Sprache verschlägt.
Ein bekennender und vorbestrafter Neonazi schlug und trat ihn auf dem Nachhauseweg brutal zusammen und ließ in sterbend auf der Straße liegen.
Mit einem Mal war alles zerstört – seine Pläne und Wünsche – ein ganzes Leben. Rick musste sterben, weil er seinen Mörder als das Bezeichnete, was dieser war – ein Nazi. Rick musste sterben, weil er couragiert deutlich machte: „Mit Nazis will ich nichts zu tun haben.“
Immer wieder sahen und sehen sich Nazis berechtigt ihre menschenverachtende Ideologie in eine blutige Praxis zu wandeln. Mag der Anlass auch noch so gering und absurd sein, er genügt, um auch tödliche Gewalt auszuüben. Gewalt gegen all jene, die nicht in ihr Weltbild passen oder sich ihnen entgegenstellen.
Die Opfer rechter Gewalt haben einen Namen, eine Geschichte, eine Würde, ein Gesicht. Wir stehen heute hier, um ein Zeichen zu setzen – gegen rechte Gewalt und für Zivilcourage. Für ein gemeinsames Einschreiten gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung. Für die Gestaltung einer Gesellschaft, in der jeder und jede ohne Angst sein kann.
Rick Langensteins Tod erinnert uns, dass es dafür noch viel zu tun gibt.
(aus der Gedenkrede am 16. August 2014)

Advertisements