Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ vom 7.-19. Juli im City Carré

1407 CIC_NSU_A1_4Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ im November 2011 auseinander.
Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.
Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.
Die Ausstellung wird am 7. Juli um 17.00 Uhr feierlich eröffnet.
Am 14. Juli laden die Veranstalter um 20.00 Uhr zur Konzertlesung „Blumen für Otello“ mit Esther Dischereit und DJ İpek İpekçioğlu. Diese Veranstaltung findet im Managementforum des City Carré statt (Kantstraße 5, Eingang gegenüber dem Hauptbahnhof).
Miteinander e.V. bietet ab dem 8. Juli eine Ausstellungsbegleitung für Gruppen von Jugendlichen (Zeitumfang 90-120 Minuten). Terminabsprache unter Tel. 03 91 – 6 20 77-43 bzw. boeckmann.gs(at)miteinander-ev.de

Die Ausstellung wird präsentiert von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., dem City Carré Magdeburg, der Fraktion Die LINKE im Landtag und Miteinander e.V.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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