Aufruf zum Protest gegen den Neonaziaufmarsch am 10. März in Dessau

Gelebte Demokratie staat brauner Ungeist
Gemeinsam Gesicht zeigen gegen den Neonzaiaufmarsch in Dessau
Aufruf des Netzwerkes Gelebte Demokratie Dessau-Roßlau

„Alljährlich im März marschieren Neonazis der freien Kameradschaften in Dessau-Roßlau auf. Mit einem sogenannten Trauermarsch versuchen die Rechtsextremisten die historische Tatsache der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg umzudeuten und für ihre Propaganda zu nutzen. An die Stelle des Gedenkens an die Verstorbenen setzen die Neonazis ihre eigene Version der Geschichte, in der ausschließlich von deutschen Opfern die Rede ist und die wahren Verursacher des Krieges ignoriert werden. Diesen Geschichtsrevisionismus können und werden wir nicht unwidersprochen durch die Straßen ziehen lassen.
Die Erinnerung an die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus ist Voraussetzung für eine kritische Aufarbeitung der Geschichte und damit Bedingung für eine demokratische Gesellschaft. Nicht zuletzt die schrecklichen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Neonazi-Terrorzelle und den Aktivitäten des Nationalsozialisten Untergrundes machen erneut in tragischer Weise deutlich, wie wichtig es war und bleibt, gegen diesen menschenverachtenden Hass einzustehen.
Ein demokratisches und tolerantes Gemeinwesen kann nicht ohne engagierte Menschen bestehen, die sich für die Belange Aller einsetzten.
Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, am 10. März 2012 Gesicht zu zeigen und damit gemeinsam für eine freie, offene und vielfältige Stadt einzutreten.
Zusammen wollen wir friedlich, bunt und kreativ gegen die Neonazis und ihre Propaganda demonstrieren.“

Nähere Infos und das Programm finden Sie hier.

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