Vortrag „Aus Kindern wurden Briefe“ zur Auswanderung jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Magdeburg während der NS-Zeit

Heute am 22. November 2011 findet um 17 Uhr in der Ratsdiele des Alten Rathauses ein Vortrag zum Thema „Aus Kindern wurden Briefe“. Die Auswanderung jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Magdeburg in der NS-Zeit statt.

Referent ist Dr. Michael Abrahams-Sprod, Historiker an der Universität Sydney/Australien. Er hat vor wenigen Jahren eine Dissertation über das jüdische Leben in Magdeburg 1933 bis 1945 verfasst. Dabei stützte er sich auf archivalische Quellen und besonders auf Aussagen von heute in Australien lebenden Magdeburger Juden, die als Kinder und Jugendliche der Verfolgungs- und Tötungsmaschinerie der Nazis durch Auswanderung entkommen konnten.

Mit ihren zurückgebliebenen Angehörigen hatten sie, solange es möglich war, nur noch brieflichen Kontakt. Inzwischen sind einige der Zeitzeugen, die Dr. Abrahams-Sprod interviewt hatte, nicht mehr am Leben.

Ihre Aussagen und Erinnerungen aber bleiben – als Beitrag für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte jüdischen Lebens in Magdeburg und als Mahnung.

Veranstalter sind das Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Stadtarchiv Magdeburg und der Förderverein Neue Synagoge e.V. Der Eintritt ist frei.

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