Magdeburger JN-Funktionär tödlich verunglückt

Einem Bericht von Infothek Dessau zufolge ist der aus Magdeburg stammende Bennet Schulze bei einer Bootstour in den USA tödlich verunglückt. Schulze, zuletzt Beisitzer im Landesvorstand der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“, gehörte zu den führenden Kadern der rechtsextremen Szene in der Landeshauptstadt und hielt sich privat in den Vereinigten Staaten auf. Seine Verantwortung für mehrere rechtsextremen Internetseiten verschafften ihm zeitweise Aufmerksamkeit in den Lokalmedien. Schulze warf dem Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper im Kontext der Erinnerung an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg „Geschichtsfälschung“ vor. Das Stadtoberhaupt zeigte daraufhin den Rechtsextremen an. Darüber hinaus musste sich Schulze u.a. wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, antifaschistische Jugendliche angegriffen zu haben. Vergeblich kandidierte der Informatikstudent im Juni 2009 für den Magdeburger Stadtrat. Das magere Ergebnis von 2,0 Prozent der Wählerstimmen reichte nur für einen Sitz im kommunalen Gremium. Das Mandat beanspruchte der NPD-„Spitzenkandidat“ Matthias Gärtner für sich.

Zum Bericht auf Infothek Dessau

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