Lesung mit Claudia Hempel „Wenn Kinder rechtsextrem werden“

Die Autorin Claudia Hempel stellt am Donnerstag, den 5. November, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg ihr Buch „Wenn Kinder rechtsextrem werden – Mütter erzählen“ vor. Der Eintritt zur gemeinsamen Veranstaltung der Stadtbibliothek Magdeburg und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt ist frei.

In der Information des Zu Klampen! Verlages heißt es über das Buch von Claudia Hempel „Wenn Kinder rechtsextrem werden – Mütter erzählen“:

Warum gerade ich? Warum gerade mein eigenes Kind? Warum hilft mir keiner? Bedrängende Fragen von Müttern, deren Kinder Neonazis sind. Dieses Buch läßt Mütter über das Ringen um ihre Kinder erzählen und bietet Hilfe.
Sie sitzen im Wohnzimmer mit den Fotos ihrer Kinder vor sich: Babys, Kleinkinder, Schulkinder mit offenen, lebendigen Gesichtern und großen Augen, die neugierig in die Welt blicken. Heute aber sind aus den niedlichen Kleinen Neonazis geworden, brutale Schläger mit Glatze und Bomberjacke oder auch Vordenker der rechtsextremen Szene. Verzweifelt berichten die Mütter von durchweinten Nächten, handfesten Auseinandersetzungen, Versagensängsten und Schuldgefühlen; wie sie Rat gesucht haben und von Schuldirektoren mit der Begründung abgewiesen wurden, es gebe hier kein rechtsextremes Problem; wie Lehrer mit den Schultern zuckten und meinten, sie hätten zwar einen Bildungs-, aber keinen Erziehungsauftrag; wie Nachbarn weggeschaut haben, wenn die Jugendlichen der Eigenheimsiedlung plötzlich mit Springerstiefeln und Reichskriegsflagge in die Schule gingen; und wie sie auf dem Jugendamt selbst verantwortlich gemacht wurden – denn wer sich scheiden lasse, brauche sich ja nicht wundern, wenn das Kind plötzlich rechtsextrem werde. Diese Mauer des Schweigens, die Ignoranz, die mangelnde politische Aufklärung sind das, was Eltern – jenseits der innerfamiliären Tragödie – hilf- und oft auch mutlos macht. »Wenn Kinder rechtsextrem werden« jedoch zeigt: Sie sind nicht allein.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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