5000 Besucher auf der „Meile der Demokratie“ in Magdeburg

Landeshauptstadt Magdeburg und Bündnis gegen Rechts ziehen positive Bilanz

meile_buehneDie Veranstalter der „Meile der Demokratie“ auf dem Magdeburger Breiten Weg sind mit dem Verlauf und der Resonanz sehr zufrieden. „Rund 5000 Bürgerinnen und Bürger sind unserem Aufruf, Gesicht zu zeigen für ein demokratisches und tolerantes Magdeburg, gefolgt“, so ein Vertreter des Bündnis gegen Rechts am Samstagabend.

Der Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hob in seiner Rede zur Eröffnung der Meile das außerordentliche Engagement der Organisatoren und Beteiligten hervor. Mehr als 25 Künstler und Musikgruppen gestalteten auf vier Bühnen ein buntes Programm. Die rund 100 Stände boten Möglichkeiten der Information und wurden auch zur lebhaften Diskussion unter den Teilnehmern genutzt. Holger Hövelmann, Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, machte deutlich, dass in Magdeburg kein Platz für Rechtsextreme sei. Weitere Redner zur Eröffnung der Meile waren der Landtagspräsident Dieter Steinecke, der DGB-Landesvorsitzender Udo Gebhardt sowie Bischof Noack.

Erfreut zeigten sich die Veranstalter über die gute Stimmung auf der gesamten Meile: „Trotz der winterlichen Temperaturen vermittelten die Akteure einen heiteren und gelösten Eindruck. Der Breite Weg verwandelte sich in einen Ort lebendiger Demokratie.“

„Band der Demokratie“ um das Rathaus
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Holger Platz, Ordnungsbeigeordneter der Stadt Magdeburg, lobte die gemeinsame Aktion von Stadträten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung: „Gemeinsam haben wir eine Menschenkette um das Alte Rathaus gebildet und so ein deutliches Zeichen für Demokratie und Toleranz gesetzt.“

Die ursprünglich in unmittelbarer Nähe zum Alten Rathaus und der Johanniskirche geplante Zwischenkundgebung der Rechtsextremen konnte nicht durchgeführt werden. Zahlreiche Stadträte, Landtagsabgeordnete, Staatssekretäre, der Oberbürgermeister und seine Beigeordneten sowie Bürgerinnen und Bürger stellten sich den Nazis in den Weg, die dadurch gezwungen waren, ihre Route zu ändern. Dies wertet das Bündnis gegen Rechts als einen Meilenstein des friedlichen und demokratischen Protestes gegen rechtsextreme Aufzüge.

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„Die Idee der Meile der Demokratie ist aus unserer Sicht aufgegangen: Einerseits konnten wir auf diesem Weg einen nachhaltigen Akzent für eine demokratische und weltoffene Landeshauptstadt setzen und andererseits deutlich mehr Bürger für unser Anliegen gewinnen als in der Vergangenheit,“ so ein Vertreter des Bündnis gegen Rechts. „Wir haben damit agiert anstatt zu reagieren.“

Als deutlich sichtbares Zeichen der „Meile der Demokratie“ wird das mit Portraitfotos beklebte Haus der Lehrer über den Tag hinaus ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus bestehen bleiben.

Das Bündnis und die Landeshauptstadt Magdeburg bedanken sich bei den Vertretern der Vereine, Initiativen, Gastronomen, Unternehmern und Künstlern, die dazu beigetragen haben, die „Meile der Demokratie“ lebendig werden zu lassen.

Spendenaufruf
Zugleich bitten die Organisatoren um Spenden zur Deckung der entstandenen Unkosten. Trotz der umfänglichen ehrenamtlichen Arbeit zur Vorbereitung und Durchführung der „Meile der Demokratie“ mussten beispielsweise Plakate und Flyer gedruckt sowie Bühnentechnik ausgeliehen werden. Da das Bündnis gegen Rechts selbst keine Rechtsperson ist, bitten wir unter Angabe des Verwendungszwecks um Spenden auf das Konto von Miteinander e.V. Diese sind dann für sie als Spenderin oder Spender steuerlich absetzbar.

Kontoinhaber Miteinander e.V.
Konto-Nr. 84 73 400
BLZ 810 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Magdeburg
Verwendungszweck: Meile der Demokratie

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