Straßenfest gegen Rechts in Magdeburg mit mehreren Hundert Besuchern

Die Organisatoren des gestrigen Straßenfestes „Schöner leben ohne Nazi-Nachbarn“ im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt ziehen eine positive Bilanz. Nachdem Anfang August ein rechtsextremer Treffpunkt im Stadtteil bekannt wurde, fanden sich in wenigen Tagen verschiedene Initiativen und Anwohner zusammen, um gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Mit Blick auf die kurze Vorbereitungszeit von nur zweieinhalb Wochen sind wir mit der Resonanz mehr als zufrieden“, so ein Sprecher des Kulturanker e.V. „Das mehrstündige Bühnenprogramm und die Kinderstraße, die Stände der demokratischen Parteien und Initiativen aus dem Stadtteil sowie drei Ausstellungen sprachen mehrere Hundert Bürger der Alten Neustadt, darunter viele Familien mit Kindern, an.“
Eröffnet wurde das Straßenfest vom Landtagspräsidenten Dieter Steinecke (CDU), weitere Redner waren u.a. die Mitglieder des Landtages Lydia Hüskens (FDP) und Eva von Angern (Die Linke) sowie Rüdiger Koch (SPD), Kulturbeigeordneter der Landeshauptstadt Magdeburg.

Unterstützt wurde die Veranstaltung neben Sponsoren aus der Wirtschaft mit Mitteln der Landeshauptstadt Magdeburg, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz. Ein Sprecher der Koordinierungsstelle äußerte sich im Anschluss an das Straßenfest ebenfalls positiv: „In geradezu vorbildlicher Weise haben hier die Anwohner eines Stadtteils ehrenamtliches Engagement für die Stärkung der Demokratie gezeigt.“ Zugleich wünscht er sich eine Fortsetzung der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Aktivitäten in der Alten Neustadt: „Ich bin davon überzeugt, dass die Akteure gestärkt aus dem Straßenfest hervorgehen und es gelingt, tragfähige Strukturen zur Auseinandersetzung mit den lokalen rechtsextremen Herausforderungen zu etablieren.“

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