22. Februar: Ehrung für Sophie und Hans Scholl

Am Freitag, den 22.02.08 um 12:45 Uhr treffen sich ale Interessierten an der Gedenk-/Hinweistafel an der W.-Rathenau-Straße am Geschwister Scholl-Park zu einem ehrenden Gedenken aus Anlass der 65. Wiederkehr der Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl.

Anlässlich der 65. Wiederkehr des Tages der Verurteilung von Sophie und Hans Scholl am 22. Februar des Jahres 1943 durch den Volksgerichtshof (Vorsitzender Roland Freisler) und der Hinrichtung der Geschwister am gleichen Tag in München-Stadelheim durch faschistische Henker rufen wir auf zu einem würdigenden Gedenken an der Ehrentafel im Geschwister-Scholl-Park.

Die Geschwister Sophie und Hans Scholl zeigten durch ihre gewählte Form des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zivilen Ungehorsam und Stärke im Glauben an das Gute im Menschen und im Vertrauen auf ihren christlichen Glauben.

Sie verloren ihr junges Leben, weil sie Frieden und ein „neues geistiges Europa“ wollten, weil sie gezielt zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft aufriefen und die Erneuerung Deutschlands im Zeichen der Grundrechte durch einen „vernünftigen Sozialismus“ in einem föderativ aufgebauten Staat wollten.

In einem Vorwort zu „Sophie Scholl und die „Weiße Rose““ schreibt K. Schulz: „Statt wie die Mehrheit der Deutschen zu schweigen, nannten die jungen Menschen mutig die Verbrechen des Hitler-Regimes beim Namen. Mehr noch: In ihren Augen machte sich mitschuldig, wer nicht gegen das bestehende Unrecht aufbegehrte. Insofern war Handeln für sie eine Verpflichtung, die sie selbst unter hohem persönlichen Risiko eingingen. Damit gelten die Mitglieder der „Weißen Rose“ nach wie vor als Vorbilder für Zivilcourage und Widerstand – nicht nur im politischen sondern auch im alltäglichen Leben. Die Vorbereitung auf die würdigende Veranstaltung und die Veranstaltung selbst können dazu beitragen, Älteren wie Jüngeren Anstöße zu geben, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus näher zu beschäftigen und Schlussfolgerungen für ein „Nie wieder“ zu ziehen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.