Dokumentiert: Polizei verbietet NPD-Kundgebung vor Landtag

Magdeburg (ddp-lsa). Die Polizei hat eine für Sonntag vor dem Landtag in Magdeburg angemeldete Kundgebung der rechtsextremistischen NPD verboten. Das Verbot betreffe auch jedwede Ersatzveranstaltung, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die NPD-Kundgebung würde das demokratische und Pietätsempfinden vieler Menschen spürbar stören. Wenn die NPD am Gedenktag für die Opfer des Holocaust gegen die Politik Israels demonstrieren wolle, setzte sie diese mit den NS-Gräueltaten ins Verhältnis. Mit der Kundgebung seien auch die außenpolitischen Interessen der Bundesrepublik gefährdet gewesen.

Am Sonntag finden anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus in Magdeburg mehrere offizielle Veranstaltungen statt.

Quelle: ddp, 26.01.2008

In der Stadt finden am morgigen 27. Januar zwei Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Um 10.00 Uhr wird der Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper einen Kranz am Mahnmal „Magda“ in Rothensee niederlegen. Das KZ befand sich bis 1945 in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern.
Am Tor des ehemaligen Konzentrationslagers in der Liebknechtstraße wird um 14.00 Uhr eine neue Tafel eingeweiht, die an die Geschichte des Ortes erinnern soll.
Um 15.00 Uhr wird im Kulturhistorischen Museum die Ausstellung „Unerwünscht – verfolgt – ermordet. Ausgrenzung und Terror während der nationalsozialistischen Diktatur in Magdeburg 1933 bis 1945“ eröffnet. Bis zum 3. August 2008 steht sie interessierten Besuchern offen.

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