Dokumentiert: Schwangere Irakerin und zwei Afrikaner verletzt

Schwangere Irakerin und zwei Afrikaner verletzt
Ausländerfeindliche Angriffe auf Ausländer in Magdeburg

In Magdeburg sind in der Nacht zu Sonntag fünf Iraker und vier Afrikaner Opfer ausländerfeindlicher Übergriffe von Deutschen geworden. Die Angriffe wurden allerdings erst am Sonntag bekannt. Bei einer der Auseinandersetzungen erlitt auch ein Polizist Verletzungen, der zwei mutmaßliche Täter festgehalten hatte.

Beim ersten Vorfall waren eine schwangere Irakerin mit ihrem Kleinkind, eine weitere Frau und drei Männer beim Einsteigen in einen Nachtbus zunächst beleidigt worden. An einer Haltestelle forderte der Polizei zufolge ein Deutscher die Irakerin auf, Platz zu machen und habe ihr zugleich ins Gesicht geschlagen. Ein zweiter habe sie von hinten gegen den Kinderwagen gestoßen. Die Frau musste mit Unterleibsschmerzen in Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Kind blieb unverletzt.

Bei einem zweiten Vorfall waren drei Männer und eine Frau aus dem Niger von drei bislang unbekannten Männern vermutlich deutscher Nationalität angerempelt worden. Als einer der Afrikaner die Deutschen zur Rede stellte, wurden er und seine Begleiter mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft. Daraus entwickelte sich eine Schlägerei, bei der zwei Afrikaner verletzt wurden.

Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, setzte sie jedoch kurz darauf wieder auf freien Fuß. Die Staatsanwaltschaft nahm inzwischen in beiden Fällen Ermittlungen unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung auf.

Quelle: www.tagesschau.de , 03.12.2007

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