Nächstenliebe verlangt Klarheit – Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Januar 30, 2012

Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo“ ruft ein breites Bündnis von mehr als 50 Politiker_innen, Bischöf_innen, Pfarrer_innen, Theolog_innen, EKD-Synodalen und kirchlich Engagierten zu einer Teilnahme an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch im Februar 2012 in Dresden auf. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Thierse (SPD), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister sowie Oberkirchenrat Christhard Wagner aus Thüringen und Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
In dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu einem christlichen Blockadepunkt im Kontext der Proteste gegen die für den 13. und 18. Februar 2012 in Dresden geplanten Neonaziaufmärsche heißt es u.a.: „Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen. Wir laden alle Menschen ein, sich am 13./18. Februar 2012 unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Keine Naziaufmärsche, nirgendwo“ an unserem christlichen Blockadepunkt zu beteiligen.“
„Weil wir als Christen und Christinnen das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut schätzen, müssen wir uns denen entschlossen entgegenstellen, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen,“ sagt Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR). „Von den Kriminalisierungsversuchen zivilen Ungehorsams durch Teile der Politik und Behörden lassen wir uns nicht irritieren. Gewaltfreie Blockaden sind eine Gewissensentscheidung und gehören zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung.“

Der Aufruf im Wortlaut: 120126 BAG K+R_Aufruf Nächstenliebe verlangt Klarheit
Der Aufruf kann hier online unterzeichnet werden.


Aufruf zum friedlichen Widerstand gegen Nazikundgebung am 28. Januar in Aschersleben

Januar 23, 2012

Am Sonnabend, 28. Januar werden Nazis versuchen, öffentlichen Raum in Aschersleben zu missbrauchen, um ihre menschenverachtende Propaganda auszuleben.
Doch sie werden auf friedlichen Widerstand stoßen: Bürger_innen und Unterstützer_innen von außerhalb werden deshalb zu einem erlebnisreichen Tag auf dem Marktplatz eingeladen. Von 10 bis mindestens 16 Uhr wird den Besucher_innen unter anderem ein Bühnenprogramm mit Live-Musik und Reden geboten. Die zentrale Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr mit einem Friedensgebet in der Marktkirche und einem bunten Programm ab 10:30 Uhr auf dem Marktplatz. Ab 13:30 Uhr wird sich zusätzlich ein Demonstrationszug vom Parkplatz Ballhaus in Richtung Innenstadt bewegen.

In einem Aufruf heißt es dazu:
„Wir wollen keine Alt- und keine Neo-Nazis. Wir wollen ihre Parolen nicht hören und ihre Fahnen nicht wehen sehen. Wir wollen ihre Intoleranz nicht haben, ihren Rassismus, ihren Antisemitismus, ihren Hass auf alle, die anders sind als sie selbst und ihren Hass auf uns. Wir wollen sie nicht, wir wehren uns.
Wir bekennen Flagge. Wir sind ein Land, das farbig ist und bunt. Ein Land, in dem man das Fremde liebt und den Nächsten. Ein Land, das den Unterschied feiert und die Ähnlichkeit.
Wir sind ein Gesellschaft, die neugierig ist, auf sich und andere, das mutig ist sowie freimütig, offen und aufgeschlossen.
Wir wollen ein friedliches Miteinander und werden den Nazis friedlich widerstehen. Bürgerfreundlich, weltoffen, demokratisch, tolerant, werteorientiert, lebendig und bunt – so ist Sachsen-Anhalt und so soll es bleiben.
Wir werden es nicht zulassen, dass demokratiefeindliche Kräfte ihre rassistische und neonazistische Ideologie verbreiten und unser Land für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen. Wir sind eine Gesellschaft, die weltoffen, demokratisch verfasst und bürgerfreundlich ist. Bei uns haben rechtsradikale Kräfte keine Chance.“

Nähere Infos: 120128 Bunt statt Braun ASL und auf der Internetseite des Netzwerk gegen Rechts im Salzlandkreis.


10.000 bei unseren bunten und friedlichen Protesten!

Januar 14, 2012

Die Teilnahme an unseren heutigen Aktivitäten war überwältigend: Rund 10.000 Menschen – und damit wesentlich mehr als in den Vorjahren – sind unserem Aufruf gefolgt und haben den bunten und friedlichen Protest gegen den Naziaufmarsch auf die Straßen der Stadt getragen.
Der heutige Tag ist damit wirklich ein deutliches und sichtbares Zeichen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg geworden.

„Mehr als 170 Akteure aus Politik, Kultur, Wissenschaft, von Schulen, Kirchen und verschiedensten Vereinen, und gesellschaftlichen Gruppierungen haben auf der Meile der Demokratie gezeigt, wie vielfältig und bunt die Demokratie ist. Auf drei Bühnen, an Informationsständen und mit unterschiedlichsten Aktionen haben sie deutlich gemacht, dass die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts für Toleranz und ein friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Weltanschauungen eintritt.“ (aus der Pressemitteilung der Landeshauptstadt Magdeburg)

Dieses eindrückliche Zeichen ist dem Engagement zahlreicher Menschen zu verdanken: den Unterzeichner_innen des Aufrufes, den Anmelder_innen und Akteur_innen bei den Bühnen, Ständen, Mahnwachen, mobilen Aktivitäten und all den anderen Aktionen, den Förderern, Unterstützern und Kooperationspartnern, den „guten Geistern“ im Hintergrund, den Mitarbeitenden in der Organisation und natürlich nicht zuletzt den Besucher_innen, Teilnehmenden und Gästen von nah und fern.
Ohne sie und damit auch Sie wäre all dies heute nicht möglich gewesen! Danke!


Programm zum 14. Januar (zuletzt aktualisiert am 13.01.)

Januar 3, 2012


„Gesicht zeigen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg!“

So heißt das Motto, unter dem wir zusammen mit der Stadt und inzwischen rund 350 (!) Unterstützer_innen zu bunten und friedlichen Protesten am 14. Januar 2012 aufrufen.

Lassen Sie uns den Neonazis, die an diesem Tag das Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs für ihre Zwecke missbrauchen wollen, gewaltfrei mit Zivilcourage und Entschlossenheit entgegentreten!

Der 14. Januar soll ein bunter und friedlicher Protesttag werden. Bunt auch durch ein breites Angebot von Aktivitäten, die verschiedene Zielgruppen ansprechen sollen.

Den aktuellen Stand der Planungen finden Sie zusammengefasst im Programmheft: 120114 Programmheft2 Meile der Demokratie (aktualisierte Version vom 12.01., Änderungen vorbehalten)

„Nazis? Kannste knicken!“ hat eine Karte erstellt, die einen Überblick über die verschiedenen geplanten Veranstaltungen bietet. Die Karte zum Download gibt es hier.
(Leider sieht man auf der Karte nicht, dass die Meile in diesem Jahr erstmalig auch auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof präsent sein wird: Dort stehen THW und Feuerwehr mit ihrer Gerätevorführung.)

Eine Liste der angemeldeten Stände und Aktionen finden Sie hier: 120114 Liste Infostände (Änderungen vorbehalten)

Aktuelle Informationen gibt es auch über Twitter: twitter.com/DemokratieMeile und twitter.com/nonazismd.
Wer selbst twittert, nutze bitte den hashtag #mdd2012.

Zu den Veranstaltungen im einzelnen:

10:00 Uhr Mahnwache an der Synagoge: Jüdisches Leben in Magdeburg bewahren
Der Aufruf dazu: 120114_Aufruf jüd Leben bewahren

ab 11:30 Uhr Demokratie braucht Stimme – Demokratie HAT Stimme
Stadtrundgang zur Erinnerung an die jüdischen Magdeburger_innen und öffentliche mobile Lesung. Beginn ist an der Straßenbahnhaltestelle Fermersleber Weg.
Nähere Infos hier: 120114 Demokratie braucht Stimme

ab 11:30 Senior_innen für Demokratie für Weltoffenheit
Sonderfahrt der Straßenbahn mit Lesung und Kulturprogramm
Beginn ist gemeinsam mit „Demokratie braucht Stimme – Demokratie HAT Stimme“ an der Haltestelle Fermersleber Weg stadteinwärts.
Die Fahrtroute musste geändert werden. Deshalb lesen Sie bitte die Informationen hier: 120114 Strabasonderfahrt und diese Ergänzung: 120114 Strabasonderfahrt Fahrplanänderung

12:00 Mahngebet in der Nikolaikirche

12:00 Eröffnung der Meile der Demokratie auf der Hauptbühne am Alten Markt
Das Programm der Hauptbühne: 120114 Programm Bühne Alter Markt (aktualisierte Version!)

12:45 Band der Demokratie mit Glockengeläut von vier Kirchen

ab 13:15 Programm der Meile der Demokratie auf den 3 Bühnen, den Ständen und der Straße am Breiten Weg: Information und Diskussion zum Thema Rechtsextremismus, Polittalk, Sport, Kultur und Aktion, Musik und Bands…
Das Programm der Jungen Meile an der Goldschmiedebrücke findet sich hier und hier: 120114 Junge Meile

12:00-18:00 Theateraktionstag für Demokratie in und am Schauspielhaus
Nähere Infos hier und der Flyer hier: 120114 Theateraktionstag

ab 14:00 Gedenkzeit für die Opfer rechter Gewalt in St. Sebastian
Nähere Infos hier: Gedenkzeit 14 Jan 2012

ab 16:45 Laternenumzug ab Friedensplatz
Nähere Infos hier: 120114_Laternenumzug

Alle Aktivitäten auf der Meile hier anzukündigen, würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen.
Der Förderverein „Neue Synagoge Magdeburg“ e.V. hat uns das Programm für seinen Stand geschickt: 120114 Stand Förderverein Neue Synagoge, ebenso die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.: 120114 Stand AGSA
Dort dabei sein wird auch „Karl Klausels Extremis-Mus“. Die Traditionsfirma aus Löbau hat heute spontan ihr Kommen angekündigt.
Wer friert, kann sich am Stand der Hoffnungsgemeinde / Cafe Krähe einen Schal kaufen, der im Rahmen der Aktion „Demokratie braucht Stimme…“ entstanden ist. Der Erlös geht an das Netzwerk für Demokratie und Courage.
Das Programm der Lesebühne auf der Schulmeile findet sich hier: 120114 Schulmeile Leseprogramm

Ab 12:00 überträgt der Offene Kanal Magdeburg in Kooperation mit dem Projekt „Doku TV“ des Offenen Kanals Wettin das Programm der Hauptbühne am Alten Markt live und im Stream.
Von 19:30-20:15 sendet er eine Livesendung mit Berichten über Aktionen des Tages sowie Gesprächsgästen zum Thema.
Außerdem werden tagsüber junge Leute von politikorange unterwegs sein und abends hier ihre Eindrücke vom Tag veröffentlichen.

Und dann gibt es auch noch „Nazis? Kannste knicken!“ mit u.a. „Nazis Wegbassen“.
Die Freiwilligen im FSJ Kultur und Bildung werden mit ihrer Aktion „Stick up to your voice – kleb was du denkst“ in der Innenstadt auf „Stimmenfang“ gehen.
Außerdem wollen sie „Superheroes – In Cape und Strumpfhosen gegen Nazis“ als Orgasuperteam auch auf die Meile schicken und eine Clowndemo ist ebenfalls angekündigt…

Wir danken allen Förderern und Unterstützern, ohne die ein solches Programm nicht möglich wäre:
Bistum Magdeburg, Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg, Feuerwehr Magdeburg, Fraktionen des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg, KanTe e.V., KorrekturNACHOBEN. Agentur für Kommunikation, Landeshauptstadt Magdeburg, Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Magdeburger Verkehrsbetriebe, Malteser Hilfsdienst e.V., Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V., Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (insbesondere Fakultät für Maschinenbau, Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Fakultät für Naturwissenschaften und Fakultät für Medizin), Stadtwerke Magdeburg, Studierendenrat der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Studentenrat Hochschule Magdeburg-Stendal, Technisches Hilfswerk, Youthbank.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Meile der Demokratie wurde gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Magdeburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


politikorange begleitet die Meile der Demokratie am 14. Januar

Januar 2, 2012

politikorange wird die Meile der Demokratie am 14. Januar mit Stift, Aufnahmegerät und Videokamera begleiten.

Wie schon im vergangenen Jahr werden der Medientref zone! und fjp>media und ein Team junger Journalist_innen losziehen und den Tag auf einer Webseite dokumentieren, deren Fertigstellung noch im Tageslauf geschieht. Das ist echter Journalismus – unter realen Bedingungen, mit etwas Druck, aber ganz viel Spaß und viel Lerneffekt.
Wer jung ist und mitmachen will, findet hier genaueres.
Und wir Älteren können dann abends daheim den Tag noch einmal aus anderen, jungen Blickwinkeln erleben…


Beste Wünsche für 2012!!!

Dezember 31, 2011


Stadtmagazine berichten über die Veranstaltungen am 14. Januar

Dezember 30, 2011

Alle drei Stadtmagazine berichten in ihren Januar-Ausgaben über die Veranstaltungen am 14. Januar.

Das DATEs bringt einen Artikel unter dem Titel „Bannmeile für Demokratie“ und eine Anzeige für die Meile der Demokratie.
urbanite zitiert in seinem Artikel unter dem Titel „Magdeburg gegen Rechts“ auch uns: „Diese Stadt braucht ein solch klares Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz.“
Und der kulturschwärmer hat unter dem Titel „Weil wir hier wohnen“ ein längeres Interview, in dem wir auch das geplante Projekt „otto greift ein“ für mehr Zivilcourage vorstellen. (Dazu später mehr)
Klarer Fall: otto geht hin!?


Planungen für den 14. Januar werden konkreter

Dezember 22, 2011


„Gesicht zeigen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg!“

So heißt das Motto, unter dem wir, das Bündnis gegen Rechts Magdeburg, zusammen mit der Stadt und inzwischen rund 200 Unterstützer_innen zu bunten und friedlichen Protesten am 14. Januar 2012 aufrufen.

Lassen Sie uns den Neonazis, die an diesem Tag das Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs für ihre Zwecke missbrauchen wollen, gewaltfrei mit Zivilcourage und Entschlossenheit entgegentreten!

Der 14. Januar soll ein bunter und friedlicher Protesttag werden. Bunt auch durch ein breites Angebot von Aktivitäten, die verschiedene Zielgruppen ansprechen sollen. Vieles davon ist noch in der Vorbereitung, aber einiges wird schon sichtbarer und soll deshalb auch schon beworben werden.

Es sind aber auch noch Anmeldungen möglich. Dies geht am besten über das Organisationsbüro bei der Stadt per Email: meile-der-demokratie(at)stadt(.)magdeburg(.)de

In der Ausgabe der Volksstimme vom 23. Dezember gibt es einen Einblick in die Planungen. Und auch hier haben wir den aktuellen Stand der Planungen zusammengestellt:

10:00 Uhr Mahnwache an der Synagoge: Jüdisches Leben in Magdeburg bewahren
Der Aufruf dazu: 120114_Aufruf jüd Leben bewahren

12:00 Eröffnung der Meile der Demokratie auf der Hauptbühne
12:45 Menschenkette mit Glockengeläut von vier Kirchen
ab 13:15 Programm der Meile der Demokratie auf den 3 Bühnen, den Ständen und der Straße am Breiten Weg: Information und Diskussion zum Thema Rechtsextremismus, Polittalk, Sport, Kultur und Aktion, Musik und Bands…
Das Programm der Jungen Meile findet sich hier.

12:00-18:00 Theateraktionstag für Demokratie am Schauspielhaus
Nähere Infos hier und der Flyer hier: 120114 Theateraktionstag

ab 14:00 Gedenkzeit für die Opfer rechter Gewalt in St. Sebastian.
Nähere Infos hier: Gedenkzeit 14 Jan 2012

ab 16:30 Laternenumzug ab Friedensplatz
Nähere Infos hier: 120114_Laternenumzug_Aufruf

Außerdem: Eine mobile Kulturaktion mit Lesung und Musik vom Opernhaus über das Forum Gestaltung zum Schauspielhaus, eine Sonderfahrt mit der „Vielfalt-Straßenbahn“

Von 19:30-20:15 sendet der Offene Kanal Magdeburg eine Livesendung mit Berichten über Aktionen des Tages sowie Gesprächsgästen zum Thema

Und dann gibt es auch noch „Nazis? Kannste knicken!“


Demokratie braucht Stimme – Ein Zwischenbericht aus den zahlreichen Vorbereitungen auf den 14. Januar

Dezember 19, 2011

An fehlenden Schals kann es nicht liegen, wenn einer oder eine sich am 14. Januar 2012 nicht auf die „Meile der Demokratie“ in Magdeburg begibt.
Über 200 (!) Schals sind gestrickt, genäht, gefilzt und gehäkelt worden.

Alle wurden mit dem Logo „Demokratie braucht Stimme“ versehen.
Man kann (und sollte!) sich so einen Schal für den Tag der Meile mit all seinen Aktionen von Lesung, Information, Mahnwachen , Menschenkette usw. am Stand von „Cafe Krähe“ (Nähe der Hauptpost) gegen eine Spende erwerben. Der Erlös der Spenden wird der Arbeit mit Schüler_innen und Jugendlichen gegen rechtsradikales Denken und für Demokratiebewußtsein (XENOS) zugutekommen.
Mit einem solchen Schal kann man ein Zeichen setzen an einem Tag, an dem jeder demokratieliebende und historisch wache Mensch auf die Straße gehört. Gemeinsam müssen wir Zeichen dafür setzen, dass es nie wieder Faschismus und Nationalsozialismus in unserem Land und in unserer Stadt geben darf.
DEMOKRATIE BRAUCHT STIMME. Man kann sie nicht nur selbst genießen, man muss sie auch gut für sich selbst und andere gewaltlos verteidigen.
Es beteiligten sich viele Einzelpersonen am der Schalaktion , zwei von ihnen stellten jeweils 40 Schals her, außerdem spendeten und kreierten Künstlerinnen, FSJler, Boutiquen , Schulen, Kirchgemeinden und auch einige Personen aus dem Ausland, wie zB der Schweiz. Also dann: OTTO GEHT HIN und der fehlende Schal kann ab 11.30 am Stand von „Cafe Krähe“ erworben werden.

Nachtrag (20.12.): Die Volksstimme berichtet heute auch in ihrem Lokalteil über die Aktion, hat den Artikel aber leider nicht online gestellt.


„Nazis? Kannste knicken!“

Dezember 16, 2011

„… Die Meile ist gut und richtig. Reicht uns aber nicht. Widerstand gegen Neonazis in Magdeburg muss noch sichtbarer und wirksamer werden. Wir wollen den Nazis aktiv etwas entgegensetzen. Beispiele aus Dresden und Halle zeigen: Wo Neonazis ungehindert demonstrieren können, kommen sie wieder.
Wir rufen deshalb zum entschlossenem, friedlichen und gewaltfreien Protest gegen die Neonazis auf. Geht raus und feiert, nehmt euch die Freiheit eure Meinung aktiv kund zu tun. Wir werden den Aktivitäten der rechten Szene mobile Aktionen friedlichen Protestes entgegensetzen. Damit wollen wir den Neonazis die Lust an Aufmärschen in Magdeburg nehmen. Wir setzen dabei auf unterschiedlichste, aber immer friedliche Aktionsformen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg.
… Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch am 14. Januar 2012 – bunt, gewaltfrei und phantasievoll!“

So heißt es in dem Aufruf der Initiative „Nazis? Kannste knicken!“, die damit unser Anliegen teilt und zusätzliche Protestmöglichkeiten bietet.
Und was bei unseren Aktivitäten an Programm geplant ist, verraten wir demnächst hier und auf der Internetseite der Meile der Demokratie.


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